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Diagnose Hornhautverkrümmung

Die Diagnose einer Hornhautverkrümmung und die Bestimmung um welchen Typ es sich handelt, kann mit Hilfe verschiedener Geräte bestimmt werden. Zur Bestimmung des Typs wird dabei eine sogenannte Placido-Scheibe eingesetzt. Auf dieser Scheibe befinden sich Kreise in schwarz und weiß sowie in der Mitte ein Loch, durch das der Arzt das Auge betrachtet. Die Scheibe wird so nahe an das Auge herangeführt, bis sie sich auf der Hornhaut spiegelt. Bei einer normalen Hornhaut spiegeln sich die Kreise rund. Liegt ein regulärer Astigmatismus vor, dann erscheinen die Kreise oval und beim irregulären Astigmatismus erscheinen sie unregelmäßig verzerrt.

Die Stärke der Hornhautverkrümmung wird mit dem Ophtalmometer bestimmt. Dieses Gerät erlaubt die Ermittlung der unterschiedlichen Radien der Hornhautachsen mit denen sich dann die Brechkraft bestimmen lässt. Wie bei der Weit- und Kurzsichtigkeit wird auch die Stärke der Hornhautverkrümmung in Dioptrien angegeben. Zusätzlich kommen dann noch die Achsen, in denen die Verkrümmung liegt, hinzu. Diese werden in Winkelgraden angegeben. Eine typische Diagnose lautet dann z. B. Zyl -0,5 dpt, Achse 0°.
Kann oder soll die Hornhautverkrümmung mit Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden, dann reicht diese Diagnostik in der Regel aus.

Für weitergehende Behandlungen, z. B. mittels Ophtalmometer, sind jedoch weitere diagnostische Verfahren notwendig. Dies haben zum Ziel weitere spezifische Augen- und Hornhautparameter zu ermitteln, dienen aber auch dem Ausschluss möglicher Erkrankungen des Auges, die dem Einsatz z. B. einer Lasertherapie entgegen stehen. Dazu gehören z. B. die Bestimmung der Hornhautdicke, die bei einer Lasertherapie notwendig ist, einer Vorderkammertiefenmessung und Bestimmung der Endothelzellzahl bei sehr starker Kurzsichtigkeit, die mittels Lasertherapie nicht mehr zu korrigieren ist und bei der man dann eine Kontaktlinse direkt in das Augeninnere einsetzt oder die Untersuchung der vorderen und hinteren Augenabschnitte um sonstige krankhafte Veränderungen auszuschließen. Weitere diagnostische Verfahren sind die Bulbuslängenmessung, die im Falle des Austauschs der Augenlinse notwendig ist oder die Sicca-Diagnostik zum Ausschluss eines trockenen Auges im Vorfeld einer Lasertherapie.

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