Sklerodermie

Die Sklerodermie (von sklero, hart und dermie, Haut) ist eine vergleichsweise selten auftretende, entzündliche rheumatische Erkrankung und zählt zur Gruppe der Kollagenosen, die mit krankhaften Veränderungen des Bindegewebes aller Körperorgane einhergehen: Das bindegewebsimmanente Kollagen, das eigentlich elastisch stützen und die körpereigene Abwehr befördern soll, sklerosiert, d. h. es verhärtet, um schließlich seine Funktionen einzubüßen. Von einer Million Menschen erkranken 40 bis 200, vorwiegend Frauen im mittleren Lebensalter, aber auch Kinder.

Die Sklerodermie zeigt grundsätzlich zwei Verlaufsformen: Die nicht lebensbedrohende, zirkumskripte Sklerodemie (CS) betrifft, in streng abgegrenzter Form, lediglich das Bindegewebe der Haut. Die Lebensqualität der Betroffenen ist eingeschränkt. CS kann sich allerdings, – entgegen landläufiger Meinung -, nicht in Form der systemischen Variante verschärfen.

Die progressive, systemische Sklerose (PSS) betrifft auch Gefäße und innere Organe. Je nach Umfang und Ausmaß des Organbefalls treten mehr oder weniger gravierende körperliche Beeinträchtigungen auf.

Die Prognose richtet sich in großem Umfang nach Form und Befallsmuster. Bei vielen Patienten kommt die CS nach etwa zwei Jahren spontan zum Stillstand. PSS schränkt Leistungsfähigkeit und Lebensqualität hingegen deutlich stärker ein: Je früher die Erkrankung einsetzt und je mehr Organe betroffen sind, desto ungünstiger stellt sich die Lebenserwartung dar.
Bei Erkrankungsbeginn sollte in jedem Fall eine äußerst detaillierte Untersuchung durchgeführt werden, um eine individuelle Diagnose der Befallsmuster der jeweiligen Organe zu erhalten, so dass anschließend eine exakt abgestimmte Therapie eingeleitet werden kann.

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