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Ursachen Gebärmutterhalskrebs

Als die bedeutendste Ursache für die Entwicklung eines Gebärmutterhalskrebses wird heute die Infektion mit dem humanen Papillomvirus angesehen. Diese Viren liegen in verschiedenen Subtypen vor, von denen die meisten nur harmlose Erkrankungen hervorrufen, darunter Papillomvirus oder Genitalwarzen beim Mann. Einen ursächlichen Zusammenhang mit dem Gebärmutterhalskrebs gibt es für die Subtypen 16 und 18, für die auch die molekularen Vorgänge bei der Krebsentwicklung erforscht werden konnten. Diese beruhen darauf, dass die Viren ihr genetische Material, das Erbgut, in das Erbgut der infizierten Zelle einschleusen und dort Veränderungen bewirken, die letztendlich dazu führen, dass sich diese Zellen zu Tumoren entwickeln.

Übertragen werden die Papillomviren durch Geschlechtsverkehr, seltener auch bei der Geburt durch eine infizierte Mutter. Allerdings führt nicht jede Infektion automatisch zu einem Tumor. Meistens geht eine Infektion spurlos vorüber. In etwa 20 % der Infektionen verbleibt das Virus auf unbestimmte Zeit oder ein Leben lang im Körper der Frau. Nur aus diesen entwickelt sich dann in etwa 5 % der Fälle etwa 10 bis 20 Jahre nach der Infektion ein Gebärmutterhalskrebs. In den letzten Jahren findet sich eine zunehmende Häufung dieser Tumore bei Frauen zwischen 35 und 40 Jahren mit Tendenz hin zu einem jüngeren Alter. Dies lässt darauf schließen, dass der Infektionszeitpunkt immer weiter nach vorne rückt, was auf eine zunehmende sexuelle Aktivität schon junger Frauen hindeutet.
Was genau die latenten Viren dazu veranlasst auf einmal aktiv zu werden und die befallenen Zellen bösartig zu verändern ist noch nicht geklärt. Als Risikofaktoren gelten hier das Rauchen oder Drogenkonsum, eine genetische Veranlagung oder eine Immunschwäche aber auch häufige Infekte im Genitalbereich.

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