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Diagnose Rheumatoide Arthritis

Die Diagnose der rheumatoiden Arthritis stützt sich auf verschiedene Untersuchungsmethoden. Zu der äußerlichen Begutachtung der Gelenke kommen spezielle Laboruntersuchungen sowie Röntgenuntersuchungen und gegebenenfalls weitere bildgebende Verfahren, wie die Szintigraphie oder die Kernspintomographie, dazu.

Äußerliche Anzeichen sind neben den bereits beschriebenen Symptomen vor allem Schwellungen und Rötungen der betroffenen Gelenke. Da diese aber auch auf andere Ursachen zurückzuführen sein könnten, sind weitere Untersuchungen notwendig. Die Analyse der Blutwerte gibt weiteren Aufschluss. Blutsenkungsrate und das sogenannte C-reaktive-Protein, das bei entzündlichen Prozessen auftritt, sind erhöht. Der Nachweis von verschiedenen Rheumafaktoren, das sind Autoantikörper, ist möglich, wobei diese jedoch auch bei anderen Erkrankungen auftreten können. Wird gleichzeitig aber das cyclische citrullinierte Peptid im Blut nachgewiesen, so ist das ein sicheres Anzeichen für das Vorliegen einer rheumatoiden Arthritis. Weitere Gewissheit bringt die Röntgenuntersuchung. Können damit an verschiedenen Hand- und/oder Fußgelenken Veränderungen der Knochenstruktur nachgewiesen werden, so lässt sich die Diagnose rheumatoide Arthritis mit großer Sicherheit stellen.
Viele der beschriebenen Befunde lassen jedoch auch andere Rückschlüsse zu. Erst das gemeinsame Auftreten gibt letztendliche Gewissheit. Das American College of Rheumatology hat daher in 1987 einen Kriterienkatalog aufgestellt, der bei der Diagnose der rheumatoiden Arthritis angewendet werden kann. Dieser umfasst sieben Kriterien, von denen mindestens vier erfüllt sein müssen um eine sichere Diagnose zu stellen.
Diese sind:

• Morgensteifigkeit der Gelenke, die mindestens eine Stunde andauert und mindestens sechs Wochen auftritt
• Entzündungen an mindestens drei Gelenkregionen, die mehr als sechs Wochen andauern
• Entzündungen an Hand- oder Fingergelenken für mindestens sechs Wochen
• Gleichzeitige Entzündungen derselben Gelenkregionen beider Körperseiten
• Das Vorkommen von Rheumaknoten
• Der Nachweis von Rheumafaktoren im Blut
• Typische Gelenkveränderungen im Röntgenbild

Zusätzlich zu diesen Kriterien werden dann noch DAS-Kriterien berücksichtigt. Dieser Disease-Activity-Score berücksichtigt die Veränderungen an 28 Gelenken mit deren Hilfe die Krankheitsaktivitäten beurteilt werden können.
Weitere ergänzende Untersuchungen, die genaueren Aufschluss über die Krankheit geben können, sind die Szintigraphie, die Aufschluss über den Knochenstoffwechsel gibt, die Kernspin-Tomographie, die detaillierte Aussagen zum Grad der Veränderungen erlaubt aber auch Ultraschalluntersuchungen, mit deren Hilfe bestehende Veränderungen an Gelenken gezeigt werden können. Sie werden jedoch nur in Ausnahmefällen eingesetzt.

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