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Ursachen Azoospermie

Die Ursachen einer Azoospermie lassen sich generell in drei
Kategorien einteilen.
In bis zu der Hälfte aller Fälle
liegt eine primäre Störung der Spermienproduktion vor, die
die verschiedensten Ursachen haben kann. Dazu gehören
verschiedene Medikamente, z. B. Cimetidin oder Sulfasalazin, Alkohol,
Nikotin, diverse Drogen und verschiedene Umweltgifte, z. B.
Pestizide, Schwermetalle oder Lösungsmittel sowie
Chemotherapeutika oder eine Strahlenbehandlung der Hoden im Rahmen
einer Tumorbehandlung. Aber auch eine dauernde übermäßige
Erwärmung der Hoden, z. B. durch zu enge Kleidung oder als Folge
spezifischer Berufe, kann zu einer Azoospermie führen. Weitere
Ursachen können in viralen oder bakteriellen Infektionen zu
finden sein. So tritt eine Azoospermie oft als Folge einer
Mumps-Erkrankung während der Pubertät auf.

Neben den
primären Störungen der Spermienproduktion sind Störungen
des Spermientransportes in bis zu 20 % der Fälle für eine
Azoospermie verantwortlich.
Dazu kann es nach Tumorbehandlung wie z. B. einer Gonorrhö kommen. Diese
können zu einem Verschluss der Samenleiter führen und damit
eine Azoospermie auslösen. Darüber hinaus können
Beschädigungen oder sonstige Beeinträchtigungen der
Samenleiter aufgrund einer Operation eines Leistenbruchs in der
Kindheit oder eines Unfalls ebenfalls zu einer primären
Azoospermie führen.

Eher selten sind Azoospermien als Folge
von Hormonstörungen im Gehirn. Dort befindet sich ein komplexer
Steuerungsmechanismus für das Hormon Testosteron, das wichtig
für die Bildung der Spermien ist. Wird dieser Komplex, der aus
mehreren Hormonen besteht, in seiner Funktion gestört, so führt
das zu einer Minderproduktion oder dem gänzlichen Ausfall von
Testosteron. Hormonstörungen können sowohl angeboren als
auch erworben sein.

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