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Bradykardie

Das genaue Gegenteil der Bradykardie stellt die Tachykardie dar, denn hier wird ein Ruhepuls bezeichnet, der über 100 Schlägen pro Minute gezählt wird. Während in der Sportmedizin die Sonderfälle bekannt sind, bei denen zum Beispiel sogenannte Freitaucher, die ohne Atemgerät tauchen, oder aber Leistungssportler auf einen extrem niedrigen Ruhepuls mittels Training gelangen, ist die Bradykardie in der Kardiologie jedoch als pathologisch bewertet.

Medizinische Hintergründe für die Bradykardie werden in der Erregungsleitung des Herzens gesehen. Definiert wird der normale Pulsschlag über den sogenannten Puls, der bei wirklich trainierten Apnoetauchern sogar unter 10 Schlägen pro Minute abfallen kann, ohne pathologisch bewertet zu werden. In einigen Erkrankungsfällen ist es auch so, dass der Pulsschlag nicht im Verhältnis zur körperlichen Belastung ansteigt, was dann aber nicht als Bradykardie, sondern als sogenannte chronotropen Inkompetenz bezeichnet wird.