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Schweinegrippe: Säuglinge sind stark gefährdet

Professor Reinhard Berner ist Oberarzt im Zentrum für Kinder-und
Jugendmedizin an der Freiburger Uniklinik. Auch er sagt, dass
Säuglinge das höchste Risiko einer Infektion tragen. Der
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ/Köln) weist nochmal
darauf hin, dass der Grippe-Impfstoff für Säuglinge unter sieben
Monaten nicht zugelassen ist. Wenn ein Säugling erkrankt, müssen
die Ärzte es mit Tamiflu behandeln. Dabei ist das Medikament für
Babys nicht zugelassen und es gibt auch keine Dosierungsempfehlungen.

In Berlin ist heute ein 21 Monate alter Junge einen Tag nach der
Schweinegrippe-Impfung gestorben. Das Kind hatte einen angegebenen
Herzfehler und seine Lungenfunktion war stark eingeschränkt. Das
geht aus einem Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts hervor.

Das Kind sollte eine Herz-/Lungentransplantation bekommen,
entwickelte aber 30 Stunden nach der Impfung leichtes Fieber.

Obwohl es beatmet wurde, starb das Kind an einen Lungeninfarkt. In
Deutschland werden sieben Todesfälle im Zusammenhang mit der Impfung
mit „Pandemrix“ untersucht. Bisher wurden bereits 4,9 Millionen
Impfstoffdosen an die Bundesländer ausgeliefert.